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Die Sonnenseiten von Veränderungen
Ein Sprichwort sagt: „Wer sich verändern will, muss den Zustand der Ruhe verlassen.“ Geplante und umgesetzte Veränderungen im Sinne von Erneuerungen brachten in den letzten Jahren viel Un-Ruhe in die Schule – und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Schattenseiten dieser Reformen in Form von Überlastungen erleben Lehrpersonen jeden Tag – und die Sonnenseiten? Der Verband Aargauischer Kindergartenlehrpersonen VAK steht vor zwei bedeutungsvollen Reformen. Die eine ist von der Verbandsleitung aktiv und selbst herbeigeführt, die andere kommt vom BKS und unterstützt eine lange gehegte Forderung des VAK. Bei beiden überwiegen nach Einschätzung und Überzeugung von Geschäftsleitung und Vorstand die Sonnenseiten. Neue Verbandsstrukturen beim VAK? Der Dachverband alv hat sich eine neue Struktur gegeben. Die Unterverbände können zukünftig als selbstständige Mitgliederorganisationen oder als Fraktion dem alv angehören. Die VAK-Leitung prüfte beide Varianten und kam nach Abwägen von Vor- und Nachteilen zum einstimmigen Schluss, dass sie an der Generalversammlung vom 20. Oktober den Mitgliedern die Umwandlung des Verbandes in eine Fraktion beantragen wird. Ein Grund für diesen Entscheid war der latente „Personalmangel“ in der Verbandsleitung. Mit dieser Reform können die administrativen und organisatorischen Aufgaben, welche die Führung eines Verbandes unweigerlich nach sich ziehen, vermindert werden. Die Fraktionsleitung kann sich mehr auf inhaltliche Diskussionen konzentrieren. Ein gemeinsamer Auftritt aller Lehrpersonen kann ausserdem unsere Position nach aussen stärken. Kindergartenobligatorium in Sicht? Die zweite kindergartenrelevante Reform wurde Mitte Juni von Bildungsdirektor Alex Hürzeler in die Vernehmlassung geschickt. Mit der von der Regierung geplanten Einführung des Kindergartenobligatoriums im Zusammenhang mit dem Projekt „Stärkung der Volksschule“ wird eine Forderung des VAK umgesetzt. Der Kindergarten wird – als erste obligatorische Bildungsstufe – innerhalb der Volksschule gleichberechtigt. Dies wird – nach der Kantonalisierung vor fünf Jahren – ein weiterer Meilenstein für die Kindergartenlehrpersonen sein. Die Bedeutung dieser beiden Neuausrichtungen auf der gewerkschaftlichen und auf der bildungspolitischen Ebene will der Verband mit einer Geschenk- und Werbe-Aktion betonen. Kurz vor dem Ende des Schuljahres erhielten alle amtierenden Kindergartenlehrpersonen im Aargau einen farbigen Grusskartensatz; für die Mitglieder als Dankeschön für ihre Treue und für (noch) Nichtmitglieder als Einladung, diesen Zustand zu ändern. Wir wollen uns allerdings nicht von den sonnigen Aussichten blenden lassen. Nur mit dem nötigen Sonnenschutz – in Form von motivierten Lehrpersonen (alv-Initiative „Für eine Schule MIT Lehrpersonen“) und den entsprechenden Rahmenbedingungen und Ressourcen – lassen sich die Sonnenstrahlen am Reformhimmel uneingeschränkt geniessen.
Geschäftsleitung VAK
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