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4793 Unterschriften für einen gerechten Lohn!
Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat am 1. Oktober 2010 die Teilrevision des Dekrets über die Löhne der Lehrpersonen (LDLP) in die Vernehmlassung geschickt. Der VAK erwartete bei dieser Überarbeitung, dass die Besoldung der Kindergartenlehrpersonen – nach jahrzehntelangem Ringen und Fordern – endlich den Löhnen der Lehrpersonen der Primarschule angepasst wird. Die Änderung der Ausbildung mit nun gleichen Zulassungsbedingen und der gleichen Ausbildungsdauer für Unterstufen- und Kindergartenlehrpersonen muss zu einer Funktions-änderung für die Klassenlehrpersonen führen. Nach Abschluss der Vernehmlassung musste der VAK zur Kenntnis nehmen, dass auf die Forderungen nur ungenügend eingegangen wurde.
Die Petition „Gleiche Ausbildung – gleiche Qualität – gleicher Lohn!“ erfolgte ziemlich genau zehn Jahre nach der ersten VAK-Petition. Damals wie heute ging es um die Gleichstellung mit den Volksschullehrpersonen. Mit der Petition im Jahr 2001 forderte der Verband, dass die Kindergartenlehrpersonen eine gleichwertige Ausbildung wie die Lehrpersonen an der Volksschule erhielten, dass sie die gleichen Zulassungsbedingungen zu erfüllen hätten und am gleichen Bildungsinstitut ausgebildet würden. Heute ist dies umgesetzt und der Kern der aktuellen Petition. Die Petition konkret
Kindergarten- und Primarlehrpersonen werden bei gleichen Zulassungsanforderungen und gleicher Ausbildungsdauer gemeinsam auf der Tertiärstufe ausgebildet. Diese Lehrpersonen werden in Zukunft eine Anstellung an der Primarstufe mit höherer Entlöhnung wählen – der Lehrpersonenmangel am Kindergarten, der sich auch im Aargau bereits abzeichnet, wird sich verschärfen! Der Berufsauftrag und die Unterrichtsverpflichtung einer Kindergartenlehrperson sind derjenigen einer Primarlehrperson ebenbürtig – Kindergartenlehrpersonen erbringen gleichwertige Qualität! Die Chronologie der Petitionsübergabe am Dienstag, 15. März, 2011
Die Geschäftsleitung und der Vorstand VAK sind sehr stolz, innerhalb von nur drei Wochen 4793 Unterschriften für die Übergabe an den Grossen Rat zusammengebracht zu haben. Gegen 17 Uhr traffen sich die Verbandsleitung und die Kindergartenlehrpersonen von der Basis vor dem Grossratsgebäude im Aarau.
Rund 60 Kolleginnen unterstützten die Verbandsleitung und warteten gespannt auf das Erscheinen der Grossratspräsidentin, Patricia Schreiber und der Präsidentin der Bildungskommission, Theres Lepori Die VAK-Präsidentin, Barbara Scheuzger, hielt eine kurze Ansprache: „Sehr geehrte Frau Grossratspräsidentin, sehr geehrte Frau Grossrätin, wir überreichen Ihnen heute über 4700 Unterschriften von Personen, welche die Bildungskommission wie auch den Grossrat auffordern, unsere Lohneinstufung noch einmal zu überarbeiten und eine gerechte Entlöhnung für Kindergartenlehrpersonen im Aargau zu schaffen. Der Kindergartenverband und alle der über 1200 Lehrpersonen, die sich tagtäglich in den Kindergärten im Aargau engagieren, sind über die Botschaft des Regierungsrates zur Überarbeitung des Lohndekrets enttäuscht und wütend; es ist ein grosses Unverständnis da. Wir nehmen diese Ungerechtigkeit nicht mehr hin. Neben der nun gleichen Ausbildung mit den gleichen Zulassungsbedingungen ist auch die Arbeitsbelastung auf der Kindergartenstufe derjenigen auf andern Stufen der Volksschule vergleichbar. Lena Wehrli, Mitglied des Petitionskomitees, übergab den Politikerinnen die Schachtel mit den beinahe 4800 Unterschriften. Vorgesehen war die Übergabe der Unterschriften zum Schluss der Grossratssitzung. Da zwei wichtige Geschäfte abgesagt werden mussten, endete die Sitzung früher und die Mitglieder des Grossen Rates befanden sich bereits auf dem Heimweg, als die Kindergartenlehrpersonen ihre Petition übergeben. Patricia Schreiber bedankte sich für die Unterschriften und zeigte grosses Verständnis für das Anliegen der Kindergartenlehrpersonen: „Als Mutter von einem Kind im Kindergartenalter habe ich Einblick in Ihre Arbeit und kann Ihr Anliegen verstehen und nachvollziehen. Ich anerkenne die Arbeit und das Engagement der Kindergartenlehrpersonen.“ Auch bei Theres Lepori stiessen wir mit unserer Forderung auf offene Ohren und Verständnis: „Als ehemalige Präsidentin der Schulpflege und Gemeinderätin, zuständig für das Ressort Schule, kenne ich die wertvolle Arbeit der Kindergartenlehrpersonen. Sie ist gleichzustellen mit der Arbeit der Primarlehrpersonen. Ich erwarte heisse Diskussionen beim Lohndekret und werde meinen Teil dazu beizutragen.“ Aufbruchstimmung, Solidarität und Frühlingsgefühle bei herrlich milden Temperaturen vor dem So geht es weiter Im März wird der Vorschlag der Regierung in der Bildungskommission vorberaten und diskutiert. Im Mai wird dann die Beratung im Grossrat erfolgen. Wir sind gespannt und voller Hoffnung, dass die Petition Wirkung zeigt. |