Fraktion Kindergarten | Aargauischer Lehrerinnen- und Lehrer-Verband alv

Start der Fraktion Kindergarten


Seit Winter 2011 wirkten Martina Bless und Lena Wehrli im Vorstand des Verbandes Aargauischer Kindergartenlehrpersonen VAK mit und haben mit dem Wechsel zur alv-Fraktion Kindergarten die Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Martina Bless besuchte die PHSG in Rorschach (Kindergarten und Unterstufe) und arbeitet seit zwei Jahren als Kindergärtnerin im Aargau. Lena Wehrli unterrichtet seit 3 Jahren als Kindergärtnerin im Fricktal und hat die Ausbildung zur Lehrperson für 4-8Jährige in Solothurn gemacht.

Als Mitglieder der Fraktionsleitung führten sie mit Barbara Scheuzger, Präsidentin alv-Fraktion Kindergarten, ein Gespräch:

Rund um den Kindergarten bewegt sich im Jahr 2011 einiges.  Nach einer wirksamen Petition zum neuen Lohndekret ist die dringende Gleichstellung der Kindergartenlehrpersonen mit den Primarlehrpersonen,
betreffend Entlöhnung, einen Schritt näher gerückt. Ausschlaggebend für die Einreichung der Petition war die enttäuschende Teilrevision des Lohndekrets, welche im Oktober 2010 vom Regierungsrat in die Vernehmlassung geschickt wurde, von der sich die Kindergartenlehrpersonen mehr erhofften.

Als Reaktion entstand daraufhin in kürzester Zeit eine Vernetzung von fast allen Kindergärten des Kantons durch den Verband, um sich für die Petition und die weitere Zusammenarbeit zu stärken. Am 15. März 2011 wurde die Petition mit knapp 4800 Unterschriften eingereicht. Daraufhin hat der Grossrat im Mai die Löhne der Kindergartenlehrpersonen von Lohnstufe 1 auf 2 angehoben. Motiviert durch diesen Etappensieg wird sich die Verbandsleitung weiterhin engagiert für den Berufsstand der Kindergartenlehrpersonen einsetzen -  ab August 2011 nicht mehr als VAK sondern neu als Fraktion des Aargauischen LehrerInnenverbandes alv.


Wie ist die Idee für die Petition entstanden?

Nachdem der Regierungsrat im März bekannt gab, dass er bei seinem Vorschlag von Lohnstufe 1 bleiben wird,  kamen junge engagierte Lehrpersonen auf uns  zu. Sie beauftragten uns als Verbandsleitung, noch einen allerletzten Versuch zu unternehmen und eine Petition zu lancieren.

Wie schätzen Sie das Ergebnis ein und was nehmen Sie für die Zukunft mit?

Dieses politische Instrument der Petition zu nutzen, war eine lehrreiche Erfahrung. Dass wir damit tatsächlich einen Erfolg verbuchen konnten, war natürlich grossartig und stärkte den Verband nach innen wie aussen. Wir wurden wahrgenommen.

Wie geht's nun weiter?

Wir freuen uns am Etappensieg, doch das Ziel einer lohnmässigen Gleichstellung mit den Primarlehrpersonen wird Thema bleiben.


Ende Juni wurde der Verband in eine Fraktion umgewandelt. Wie sieht das Verbandsleben als Fraktion aus?

Der Sitzungsturnus hat sich stark verändert, da keine Geschäftsleitungssitzungen mehr stattfinden. Die Fraktionsleitung trifft sich 5 bis 7 mal pro Jahr. Für die Bearbeitung bildungspolitischer Themen bleibt mehr Zeit, da nun das Sekretariat des alv grosse Teile der Administration übernimmt. Ich selbst bin intensiv im Kontakt mit der alv-Geschäftsleitung, um eine gute Vernetzung sicher zu stellen.

Welche Vorteile erhoffen Sie sich aus diesem Wechsel in eine Fraktion?

Ressourcen werden gebündelt und machen die Verbandsarbeit attraktiver und effizienter. Wir erhalten als Fraktion einen starken Internetauftritt in Verbindung mit der alv-Homepage. Die neuen Strukturen bringen frischen Wind in diese wichtige bildungspolitische Arbeit. Wir erleben dies ganz konkret auch im Zuwachs der Mitglieder.



 
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